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10 Monate sind seit der Geburt unseres Jüngsten vergangen. Meine Creme gegen Augenringe ist zwischenzeitlich wirkungslos geworden. Manche Nächte sind so kurz, dass man eigentlich auch gleich durchmachen könnte. Und wenn mal wieder eine nette alte Dame auf der Straße daher kommt und sowas ausruft wie „Ach schön, so viele Kinder!“ dann zeige ich ihr möglicherweise den Mittelfinger. Als Teddy 2 Monate alt war und noch den ganzen Tag gepennt hat, hatte ich Zeit, ein Buch namens „Survival-Guide für gelassene Mehrfachmütter“ zu lesen . Ich fand es bescheuert. Es kam kein einziger brauchbarer Überlebenstipp darin vor. Nur überschwängliche Liebesbekundungen an 5 großartige Kinder, die alleine ihre Betten machen, Mama und Papa sonntags den Frühstückstisch decken und freiwillig mit dem Hund Gassi gehen. Solche Kinder habe ich nicht. Deswegen schreibe ich den Überlebensguide jetzt eben selbst.

  1. Ohropax. Gibts im Drogeriemarkt im Big Pack. Vorteil: Streitende Kinder werden plötzlich angenehm leise. Nachteil: Den klingelnden Paketmann und das Telefon hört man ebenfalls nicht mehr.
  2. Yoga und Atemübungen. Wer wie ich keine Zeit für einen Kurs hat, kann sich auch online eine CD bestellen. Vorteil: Yoga hilft tatsächlich. Genauso wie Atemübungen. Mein Favorit ist die „Atme-über-die-Beine-Übung“, bei der man sich rein auf sich und seine Atmung konzentriert um so etwas Kraft zu tanken. Nachteil: Man braucht Ruhe für Yoga..
  3. Sich mit einem Schokoriegel im Klo einschließen. Schokolade vor Kindern essen funktioniert nicht. Außer man teilt gerne. Vorteil: Der Tag wird kurzzeitig erträglicher. Nachteil: Macht dick.
  4. Bei Wind und Wetter rausgehen.
  5. Die Wohnung im akuten Stressfall verlassen und draußen langsam bis 20 zählen.
  6. Den Babysitter für 2 bis 3 Stündchen kommen lassen.
  7. Das Baby durchkitzeln. Babylachen ist unbezahlbar. Vorteil: Die eigene Laune hebt sich binnen Sekunden. Nachteil: Es gibt keinen.
  8. Kinderkunstwerke betrachten. Meine Tochter malt im Akkord und versieht die meisten ihrer Bilder mit Widmungen a la „Vür Mama“.
  9. Früh ins Bett gehen. Vorteil: Man ist möglicherweise am Folgetag etwas ausgeschlafener. Nachteil: Man verpasst 2 Folgen Game of Thrones und wird am Morgen danach vom Gatten gespoilert
  10. Schlafende Kinder beobachten. Hat einen ähnlichen Effekt wie das Baby durchzukitzeln.

 

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