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Ich habe keine Lust mehr. Schwanger zu sein ist verdammt anstrengend. Es soll Frauen geben, die ihre Schwangerschaft in vollen Zügen genießen – ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich muss ständig aufs Klo, habe schlechte Laune, bin dauernd müde und kann die (eigentlich gut gemeinte) Frage „Wann ist es denn soweit?“ nicht mehr hören.

Infolge zu hohen Blutdrucks bin ich inzwischen zu Hause und kümmere mich soweit es geht um Wäscheberge, den Steuerausgleich, das Wechseln der Autoreifen, Bastelprojekte im Kindergarten und um lange Liegengebliebenes. Zum Beispiel um das Baby-Fotoalbum von Track (heute 4 Jahre alt..), das immer noch nicht ganz fertig ist. Es gibt jede Menge zu tun bei uns – auch der Kleiderschrank für Nummer 4 ist noch nicht eingeräumt. Dumm nur, dass ich nach maximal 2 Stunden schlapp mache. Dann verspüre ich nämlich das dringende Bedürfnis, mich auf die Couch zu legen. Beim Liegen schlafen mir jedoch fast sofort Arme, Beine oder die Hüfte ein, denn die Rückenlage ist selbstverständlich längst tabu.

Yogi oder Preisboxer?

Einmal pro Woche gehe ich zum Schwangeren-Yoga. Ein Luxus, den ich mir in bislang jeder Schwangerschaft gegönnt habe. Hier treffe ich andere werdende Mütter, die allesamt fitter als ich zu sein scheinen. Na egal. Vielleicht ist das Ergebnis der Yoga-Einheiten ja ein ausgeglichenes, völlig in sich ruhendes Kind. Dagegen spricht allerdings, dass er rund um die Uhr tritt, wie ein kleiner Ziegenbock. Vielleicht will er nicht Yogi sondern doch lieber Preisboxer werden?

Wenn ich das hier so lese, merke ich, dass ich maßlos übertreibe. Der Knirps ist gesund und ich komme auch irgendwie klar. Außerdem sind es nur noch ein paar Wochen, bis er da ist. Die Parole für die nächsten Wochen lautet also „Durchhalten!“

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