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Heute unter dem Motto „Unverhofft kommt oft“

Woche 7 – Ich bin -völlig überraschend und gänzlich ungeplant- in der siebten Woche schwanger. Übel ist mir nicht, ansonsten setzen einige Zipperlein ein, die ich bereits kenne. Ich versuche den Gedanken an ein viertes Kind an mich heranzulassen. Heute feiern wir den Geburtstag meines Patenkindes. Eine Mutter mit 4 Kindern ist auch dabei. Sie hat zwei Jungen und zwei Mädchen – darunter ein Zwillingspärchen. Sie ist von Haus aus eine Frohnatur, den Streß, den sie hat, spürt man trotzdem. Ich kriege Angst. Ich bin keine Frohnatur. Ich bin ein alter Pessimist, dessen Glas immer halb leer ist. Wie soll ich das bloß schaffen? Dann kommt noch das kurze Gespräch mit einer anderen Mutter hinzu. Als die Frau mit den 4 Kids zum Spielen geht, stellt sie sich zu mir und sagt: „Puh, also 4 Kinder wären mir echt zuviel. Da hat man ja gar keine Zeit mehr für sich selbst. Zum Glück habe ich nur 2!“. Alles klar, denke ich. Das erzählst Du genau der Richtigen..

Woche 10 – ich bin aufgeflogen. Eine Arbeitskollegin fragt mich in der Mittagspause, wie es mir geht. „Und? Irgendwelche Neuigkeiten bei Dir? Ist vielleicht ein viertes Kind geplant?“ Dabei grinst sie und wirft einen kurzen Blick auf meinen Bauch. Ich lenke sofort vom Thema ab, aber ich fürchte, sie hat mich durchschaut. Ich habe leider tatsächlich bereits 2 kg zugenommen. Die Taille ist dahin. Ich beschließe, zwei Wochen lang nur noch Schlabber-Look zu tragen. Vor der 12. Woche und dem nächsten Arztbesuch werde ich Niemandem etwas sagen.

Juni 2016

Woche 12 – die Nackenfaltentransparenz-Messung steht an. Wie immer, wenn es um Arzttermine in der Schwangerschaft geht, habe ich riesigen Bammel. Hoffentlich ist alles in Ordnung! In der Praxis angekommen will die nette Arzthelferin meinen Blutdruck messen. Ich winke ab. Das kann sie sich schenken. Er ist viel zu hoch. Ich bitte sie, den Blutdruck im Anschluss an die NT-Messung zu ermitteln. Gott sei Dank waren meine Sorgen unbegründet. Dem Baby geht es gut und mit der Nackenfalte ist alles in Butter.

In der 13. Woche packe ich gegenüber meinem Arbeitgeber, Freunden und der Familie aus. Ich ernte: Verblüffung, Ungläubigkeit, spontane Umarmungen, Glückwünsche und (tragischerweise) auch Mitleidsbekundungen.